Gaisstein

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Gerade richtig, wenn der erste Schnee bereits gefallen ist, aber noch zu wenig davon liegt, dass sich Ski- oder Schneeschuhtouren rentieren, ist eine Besteigung des Gaissteins.

Der Gaisstein ist ein 974m hoher Berg bei Furth an der Triesting und kaum jemandem bekannt, obwohl er nicht weit von einer Variante des Wiener Wallfahrerweges liegt. Die Tour beginnt und endet dabei bei der Kirche in Furth/Triesting, wo auch das Auto geparkt werden kann. Von hier aus folgt man der roten Markierung für längere Zeit, wobei man zuerst das Gehöft „Amöd“ passiert und später, nach stetem Aufstieg durch malerischen und lichten Wald, auch das Gehöft „Gaissteiner“ links liegen lässt.

Gleich nach dem besagten zweiten Gehöft betritt man ein riesiges Wildgehege, inmitten dessen der Gaisstein liegt. Um diesen zu besteigen, folgt man noch kurz der Markierung, bis diese entlang des Gehegezaunes nach links abbiegt. An dieser Stelle hält man sich am breiten Weg geradeaus und kommt schließlich auf eine wunderbare Wiese. Dort steht am Waldesrand ein Hochstand. Links von diesem beginnt nun der tatsächliche Aufstieg zum Gipfel. Dieser ist nur mit Steinmännlein markiert und im Winter eher schwerer zu finden.

Steil bergan geht es nun – im Schnee mühsam, aber stets ungefährlich – ziemlich direkt zum Gipfelkreuz. Für diese letzten rund 170 Höhenmeter empfehle ich den Einsatz von Wanderstöcken (die ich glatt vergessen hatte).

Auf dem Weg von Steinmännchen zu Steinmännchen begegnet der Wanderer auch Steinböcken, die offensichtlich Teil des Wildgeheges sind.

War die Wanderung bis hierher bereits malerisch und sehr lohnend, so toppen die letzten 10 Meter bis zum Gipfel alles! Dort ist plötzlich der Wald aus und man erklimmt den höchsten Punkt über schönes Schroffengelände. Und was sich dann vor dem Auge auftut ist eine der schönsten – nein: lieblichsten – Panoramen der gesamten Wiener Alpen. Einfach wunderbar! Aber natürlich nur, wenn auch die Sonne scheint 😉

Mit kleinen Kindern sollte man bei Schnee und Eis auf den Gipfelsturm aufgrund des relativ schmalen Gipfelgrates und der Tatsache, dass die Wand auf der einen Seite senkrecht abfällt, besser verzichten!

Zurück geht es dann über das Ebelthal wieder zum Gehöft Amöd und zur Further Pfarrkirche.

Fazit: Eine Tour auf einen relativ unbekannten Gipfel mit lieblichstem Panorama, die ihre besonderen Reize zu Winterbeginn zeigt. Dann ist es hier besonders ruhig und auf der gesamten, sehr lohnenden Wegstrecke äußerst meditativ.

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