Hoher Lindkogel, Wienerwald

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Der Hohe Lindkogel ist ein beliebter Ausflugsberg im Wienerwald und bietet sich als Familienwanderziel besonders im Frühling und Herbst an. Ihn erreicht man am besten vom Helenental aus.

Von der weithin bekannten Krainerhütte (ein 4*-Seminarhotel) aus geht es los. Man überquert die Schwechat und folgt im Wesentlichen dem Steinernen Weg bis zum Gipfel. Sowohl der Gipfel, als auch die Wanderung selbst ist weitgehend frei von Weit- und Ausblicken. Nur am Gipfel selbst führt die Sina-Warte an schönen Tagen zu ein wenig Fernsicht – wenn sie denn geöffnet ist (was nicht immer der Fall ist).

Aber: das alles macht nichts. Denn der Wald, den man durchschreitet ist – vor allem in den laublosen Frühlings- und Herbstmonaten – hell und sonnig. Auf unschwierigen Wegen geht es so stets anregend dahin. Ein Blümchen da, ein Vögelchen dort, ein Kitzeln der Sonne hier – und schon hat man wieder sehr angenehm den einen oder anderen Kilometer abgespult. Ich mag diese Art von Wanderungen, bei denen man sorglos die Seele baumeln lassen kann.

Der Gipfel des Lindkogels liegt zwar ebenfalls im Wald, ist aber überraschend sonnig. Eine ausgiebige Rast samt Sonnenbad (vor allem um diese Jahreszeit fein) ist daher einzuplanen.

Aktuell ist der Wald und die Wege rund um den Hohen Lindkogel durch den massiven winterlichen Eisbruch stellenweise stark in Mitleidenschaft gezogen und gesperrt. Ich wählte daher als Abstieg den Aufstiegsweg. Nur gleich nach dem Gipfel entschied ich mich für den Umweg über den Brennersteig. Dieser ist hübsch und sogar ganz kurz mit einem Eisengeländer versichert. Vom Brennersteig aus hat man auch die einzig brauchbare Aussicht abseits der Sina-Warte.

Es gäbe viele Abstiegswege, aber im Grunde schaut der Wald natürlich überall gleich aus und der schönste Weg ist ohnehin der Steinige Weg.

Fazit: eine romantische, einfache Wanderung wie ich sie zwischendurch sehr mag und die auch überaus familientauglich ist. Für Waldliebhaber ein Muss. Für alle anderen genau das Richtige für die Herbst- und Frühlingstage – wenn die „großen“ Touren ohnehin noch nicht, und Skitouren nicht mehr machbar sind.

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