Hocheck

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Das Hocheck ist der östlichste Eintausender der Alpen. Am Rande des Wienerwaldes gelegen, lädt es schon alleine deshalb dazu ein, bestiegen zu werden.

Eine Wanderung auf das Hocheck ist vor allem Waldliebhabern und Fans von guten Wald- und Forstwegen zu empfehlen. Oder als einfache, größtenteils schattige Sommer-Tour. Denn egal von wo aus man den Gipfelsturm wagt: man verlässt den teils dichten, teils sehr lichten Wald letztlich nur am Gipfel selbst. So kann sich für Aussichts-Fanatiker (dazu zähle ich mich ein bisschen) sowohl der Aufstieg, als auch der Abstieg schon etwas in die Länge ziehen.

Ich startete die Tour in Altenmarkt an der Triesting, wo man am besten beim Tennisplatz parkt. Gleich nach Überquerung der stillgelegten Bahnstrecke beginnt der Aufstieg gen Heimkehrerbründl. Dort zahlt sich eine Rast noch nicht aus, und daher zweigt man kurz danach auf den Wieshofersteig ab und verlässt damit für kurze Zeit den bequemen Forstweg. Bei der Doppelreiterruhe verlässt man den romantischen Steig wieder und setzt den Weg bis zum Gipfel bequem und ohne steilere Anstiege auf sehr guten Wegen fort.

Die erste Rast bietet sich beim verträumten Wildenauerbrunnen an, den man nach ca. 1,25 Stunden erreicht und der ungefähr die Hälfte des Aufstiegs markiert. Alsdann geht es weiter und immer weiter durch lichten Wald bis zu den Gipfelwiesen, die erstmals schöne Aussichten bieten.

Am Gipfel steht das Hocheck-Schutzhaus, das aktuell aber geschlossen ist. Ausserdem am Gipfel: ein Kriegerdenkmal, die – unbedingt zu besteigende – Meyringer Warte (wirklich schöne Rundumsicht auf alle wesentlichen Wiener Hausberge – vom Peilstein bis zum Schneeberg und noch weiter) und eine überdachte Liegefläche. Diese lädt an heißen Sommertagen nicht nur zum Jausnen ein, sondern auch zu einem Mittagsschläfchen.

Frisch gestärkt geht es zurück zum Sattel zwischen Hocheck und Mittagskogel. Um nicht am selben Weg abzusteigen, auf dem man aufgestiegen ist, peilt man am besten den Mittagskogel an. Diesen passiert man an seiner Südwiese (Weide), an deren Ende man nochmals schöne Blicke in die Landschaft erhaschen kann. Dann beginnt wieder Wald, der sich nur kurz am Kienberg lichtet. Bald nach dem Kienberg beginnt Jimmy´s Steig. Hier muss man aufpassen, denn dieser Steig ist wirklich nur ein Steiglein. Die Karten – auch die aus Papier – lassen hier einen Weg vermuten, aber tatsächlich verliert sich Jimmy´s Steig schon bald auf einem schwach ausgeprägten Kamm. Von hier aus gilt es weglos und steil (aber ungefährlich) abzusteigen, um auf einen querenden Forstweg zu gelangen, dem man bis zum Ausgangspunkt folgt.

Ich habe diese Tour im Winter auch einmal als Schneeschuhtour versucht (aber hier nicht veröffentlicht, da im Gipfelbereich null Sicht durch Nebel war und es daher nichts zu berichten gab). Davon würde ich abraten, weil es sicher Lustigeres gibt, als im Winter aussichtslos durch den Wald zu latschen.

Fazit: Eine einfache Wanderung für Liebhaber guter Waldwege, die am Gipfel ein sehr schönes Panorama zu bieten hat. Im Sommer nicht unlohnend, weil schattig. Es gibt aber weniger hohe und weitaus lohnendere Gipfel in der nahen Umgebung (z.B. Peilstein oder Gaisstein).

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