Beste Aussichten zwischen Pfaffstätten und Gumpoldskirchen

Wie kann man einen wunderbaren, frühlingshaften Tag in diesem schneearmen Winter am besten verbringen? Natürlich indem man sich auf der Sonnenseite des Wienerwaldes auf eine aussichtsreiche, spannende und kulinarisch wertvolle Wanderung begibt.

Das Auto stellt man an der „Eingangspforte Pfaffstätten“ des Biosphärenparks Wienerwald ab. Das erste Ziel: die Einödhöhlen (Einödhöhle und Elfenhöhle). Diese erreicht man schon nach kurzen rund 1,5 km, die durch einen Weingarten und lichten Wald führen. Lichter, romantischer Wald wird – neben schönen Fernblicken – der hauptsächliche Begleiter des Tages bleiben.

Die Einödhöhle ist eine rund 90m lange Brandungshöhle. Sehr fesch, aber im Winter im hinteren Teil aufgrund von schlafenden Fledermäusen nicht begehbar. Ab April darf man sie in ihrer ganzen Pracht erkunden. Ab Oktober nur die schöne Vorhalle besichtigen. Nicht weit von der Einödhöhle liegt die Elfenhöhle. Beide werden in diesem Video, das ich auf Youtube gefunden habe, unschwierig begangen: Video.

Zwischen den beiden Höhlen führt ein unmarkierter Steig einen Rücken empor, dem wir folgen. Dieser Steig stellt die steilste Stelle des Tages dar und führt kurzweilig auf weiteren rund 1,5 km zur beliebten Rudolf-Proksch-Hütte des Österreichischen Gebirgsvereins. Sie wird gerade renoviert und steht bald wieder für eine Einkehr zur Verfügung. Ein sonniges Rastplatzerl samt großem Kinderspielplatz findet man aber auch bei geschlossener Hütte vor. Vor allem einen Besuch wert: der Aussichtsturm (Klesheimwarte ) „über“ der Hütte. Eine super Sache!

Dieser Turm bleibt aber nicht der einzige des heutigen Tages. Nach einer Rast geht es nämlich recht gemütlich und etwas länger auf den (Hoch-)Anninger. Dort steht die Wilhelmswarte, deren „Besteigung“ natürlich lohnt. Das Panorama ist etwas weniger gut als auf der Rudolf-Proksch-Hütte, aber dafür liegt einem auf der einen Seite Wien zu Füßen. Auch nicht schlecht.

Die vergangenen, erlebnisreichen Stunden machen hungrig. Vom Hochanninger zum Anningerhaus ist es nur ein kurzer Weg von rund 15 Minuten. Ein Abstecher, der kulinarisch jedenfalls lohnt. Unweit des Anningerhauses liegt außerdem die Jubiläumswarte. Wer noch nicht genug Aussicht genossen hat, kann diese noch „mitnehmen“.

Wir entscheiden uns jedoch für den Abstieg über den Steinweg via Hochanninger. D.h. ein Stück zurück zur Wilhelmswarte und dann einen breiten Grat hinunter zum Beethovenweg. Diesem folgt man einige Zeit gen Pfaffstätten, bis der nächste Grund zur Einkehr kommt: die Gumpoldkirchner Veigl-Hütte. Einkehren, Wein und Kulinarik genießen und die Aussicht wirken lassen. Mehr kann man dazu nicht sagen. Ein super Platzerl – urig und schön.

Von der Veigl-Hütte sind es noch rund 4 km zurück zum Auto, das man – müde von den Eindrücken des Tages, aber dafür glücklich und zufrieden – erreicht. Wie gesagt: besser kann man einen frühlingshaften Wintertag – alleine oder mit der ganzen Familie – kaum verbringen!

Fazit: Eine Wienerwaldwanderung der Extraklasse. Aussichtsreich und kulinarisch wertvoll.

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