rundumadum-Weitwanderweg, Wien – Etappen 1-3

Kaum zu glauben, aber man kann auch innerhalb Wiens richtig fesch richtig weit wandern. Und zwar rund 120 Kilometer weit am „rundumadum„-Wanderweg der Stadt Wien. 24 Etappen umfasst dieser Weg, wobei die einzelnen Etappen eher Spaziergängen gleichen. Um ein ordentliches (Weit-) Wandererlebnis aufkommen zu lassen, wird man daher jeweils mehrere Etappen zu einer größeren zusammenlegen. So haben es auch wir getan und nun mal in einem Aufwasch die Etappen 1 – 3 erledigt. Das Lässige an diesem Weg ist – neben Ein- und Aussichten auf Wien, die man sonst niemals erhält und die den Weg wirklich wert sind – die Tatsache, dass man ihn im Grunde beliebig unterbrechen und wieder fortsetzen kann. Denn mindestens am Ende jeder offiziellen Etappe findet sich eine Haltestelle einer öffentlichen Wiener Verkehrslinie. So bietet sich der „rundumadum“-Wanderweg sehr gut auch für Tage an, an denen das Wetter nicht gar so sicher ist.

Wir starteten also – quasi Regelkonform – in Nussdorf. Die ersten rund zwei Kilometer des Weges sind weniger verheißend: es geht entlang der viel befahrenen Heiligenstädter Straße. Aber dann! Ab der Abzweigung des Nasenweges auf den wunderbaren Kahlenberg verlässt man die pulsierende Großstadt und taucht für den Rest des Tages in ein Wien ein, das man so in der Regel nicht kennt.

Steil geht es den Nasenweg hinauf, bis man am vorgelagerten Leopoldsberg (immerhin 425 Meter hoch) die erste – und auch schönste – Aussicht des Tages genießen kann. Weiter wandert man – vorbei an der Elisabethwiese samt schönem Hochseil-Klettergarten – gemütlich, bis man den Kahlenberg erreicht. Vorbei an Sulzwiese und Haindersbrunn erreicht man leicht bergab gehend schließlich den Cobenzl. Eine ausgiebigen Mittagsrast im dortigen Waldgrill ist angezeigt.

Die braucht man auch, denn nach der Rast schnauft man auf sehr direktem Weg wieder bergan auf den bewaldeten Gipfel des Latisbergs. Nächstes Ziel: der Hermannskogel mit der Habsburgwarte. Um diesen zu erreichen geht es den Latisberg auf der anderen Seite wieder hinunter bis zur Kreuzeiche und nach einer kurzen Strecke wieder steil hinauf auf den Hermannskogel. Dieser stellt gleichzeitig auch den höchsten Punkt der Wanderung dar. Nun folgt man den Wegen zur nächsten Einkehr, dem Häuserl am Roan. Bei schöner Fernsicht weckt Kaffee wieder die Lebensgeister, die man auch am nächsten Ziel – dem Hameau – noch gut spürt, auch wenn hier schon lange kein „Holländerdörfl“ mehr steht.

Nun sind die ersten drei Etappen fast geschafft! Durch den Schwarzenbergpark geht es hinunter nach Neuwaldegg. Vorbei am Sportzentrum Marswiese gelangt der Wanderer schließlich zur Straßenbahnhaltestelle, die einen wieder zurück ins Herz der Stadt bringt.

Fazit: Viel Wald, viel Natur und wunderbare Aussichten auf die Weltstadt Wien. So hat man die Bundeshauptstadt noch nie gesehen. Unbedingte Wanderempfehlung!

 

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