(Kleiner) Königskogel

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Wer Almwanderungen liebt, der ist im Mariazellerland gut aufgehoben. Eine der schönsten und gleichzeitig vielleicht auch einsamsten dieser Wanderungen ist jene auf den Kleinen oder Großen Königskogel von Schöneben aus.

Geparkt wird in der Schöneben, einem Talschluss bei Gußwerk. Wir kennen die Zufahrt schon von der Wanderung auf die Tonion. Hier betritt man ein weitläufiges Almgebiet, das während der Wanderung eigentlich nicht mehr verlassen wird.

Lieblich und einfach geht es hinauf zur Dürrieglalm, wobei wir nicht die Forststraße wählen, sondern den Wanderweg über die weichen Almwiesen. Wir passieren die Halterhütte und erreichen bald über die Verlängerung besagter Forststraße die Königsalm, wo sich eine Einkehr in den Sommermonaten sehr lohnt! Es ist auch schon der Kleine Königskogel zu sehen, der im Anschluss an die Jause weglos aber ungefährlich erklommen wird. Am Gipfelkreuz wird man von einem sehr schönen Panorama empfangen, das vor allem auch durch den Kleinen und Großen Proles geprägt wird. Wer mag, kann von hier aus auch den Großen Königskogel (der allerdings kein Gipfelkreuz besitzt) besteigen. Uns ist es zu heiß und wir verzichten daher darauf. Die Aussicht von den beiden Gipfeln ist im Grunde ident.

Weiter geht es – vorbei an einer Halterhütte – zu einer schönen Querung leicht unterhalb eines Kammes bis in einen Sattel. Hier könnte man nun nach rechts gehen und über einen sehr steilen, sehr abschüssigen und bei Nässe zu meidenden Pfad die beiden Proles-Gipfel erklimmen. Wir wenden uns jedoch nach links und folgen aussichtsreich der Markierung bergab, die in Kürze in einen Wald abzweigt. Dieser wird nun zurück nach Schöneben gefolgt. Nur einmal braucht man bei einem überwucherten Kahlschlag etwas Orientierungsgeschick, um den Weiterweg zu finden. Die Schöneben erreicht man wieder über mehrere Almen und nur recht kurz (ca. 1 Stunde) muss man auf Forstwegen gehen.

Fazit: Wer Almwanderungen mit schöner Aussicht mag – und sich nicht vor Kühen fürchtet – ist mit dieser Wanderung gut beraten! Überraschend einsam kann man gleich vier (weniger bekannte) Gipfel bei einer Rundtour erklimmen – oder halt nur einen. Jedenfalls eine Wanderung zum Seele baumeln lassen. Unschwierig und abwechslungsreich. 

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