Hohe Veitsch – Runde

Eine sehr schöne Wanderung ergibt diese Runde über die Hohe Veitsch, die sich im Aufstieg mit meiner winterlichen (Extrem-)Schneeschuhtour deckt. Man startet also auch hier wieder bei den Skiliften in Groß-Veitsch, folgt der linken Piste bis zur Bergstation und begibt sich knapp davor links bergan zu einem kleinen Sattel. Dort steht ein Bankerl mit schöner Aussicht, das man zur Rast nutzen sollte, bevor man die Serpentinen zum Graf Meran-Haus bewältigt. Dann noch ein bisschen links bergan, und schon steht man am Gipfel der Hohen Veitsch. Bis hierher ist an schönen Tagen manchmal eine regelrechte Völkerwanderung im Gange und man ist nur selten allein.

Der Aufstieg hört sich deshalb so einfach an, weil er sehr direkt erfolgt. Er ist aber eigentlich kein Honiglecken und die 900 Höhenmeter im Aufstieg verlangen schon ein gewisses Maß an Kondition. Dafür bleibt man gerne ab und an für eine kurze Rast stehen, da die Aussicht stets phänomenal ist und jegliche Mühsal rasch vergessen lässt. Vor allem ausserhalb der Sommermonate ist die vorgestellte Route bei gutem Wetter ein Genuss, weil stets sonnseitig gelegen.

Man sollte vor dem Gipfelsturm im Graf Meran-Haus einkehren, denn nach der Gipfelrast kommt man an diesem nicht mehr vorbei. Stattdessen steigt man unmarkiert (und sich vom Fluss der anderen Wanderer entfernend) vom Gipfel in Richtung Hochfläche ab, bis man auf den Steig gelangt, der die Hochfläche der Länge nach quert. Diesem folgt man einsam und gemütlich bis zu deren Ende. Dort hat man auch schöne Ausblicke auf die Schneealm, die Rax und den Schneeberg.

Schließlich geht es rechts bergab über den Goassteig. Dieser führt noch direkter (weil serpentinenfrei) bergab als der Aufstiegsweg und hält auch eine (sehr) kleine Kletterpassage im I. Grad bereit. Über diesen Steig gelangt man schließlich zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit: Für mich eine der schönsten Wanderungen, die im Bereich der Wiener Hausberge möglich ist (sofern man die Hohe Veitsch zu diesen Bergen noch hinzuzählen mag). Sensationelle Fernblicke treffen auf viel Sonne und ein schönes Hochplateau. Kondition ist gefragt!

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