Winterliche Kampstein-Überschreitung

Es gibt Touren, von denen erwartet man sich im Vorfeld eigentlich nichts. Man weiß schon im voraus, dass es keine großartigen Fernsichten gibt, dass ein allfälliger Gipfel mitten im Wald liegt und dass das Wetter auch nicht so super wird. Dann geht man aber trotzdem einfach los und erlebt wertvolle Zeit in der Natur. So geschehen heute bei der Wanderung über den Kampstein in Sankt Corona am Wechsel.

Über Nacht fiel der erste Schnee und so nutzte ich gleich die Gelegenheit, meine Schneeschuhe auf die erste Wanderung der Saison mitzunehmen. Letztlich blieben sie zwar am Rucksack, aber die vorgestellte Tour bietet sich bei ausreichener Schneelage dennoch perfekt für eine Schneeschuhtour an.

Man startet bei der Kirche in Sankt Corona. Dieser Ort hat seine Blüte als Fremdenverkehrsgemeinde schon hinter sich. Die Sommerrodelbahn und die Skipisten gehören bereits der Vergangenheit an und auch das zentrale Hotel dürfte seine Pforten schon seit längerem geschlossen haben. Gut, dass die Natur immer noch da ist und relativ einsam auf unternehmungslustige Menschen wartet.

Von der Kirche geht es ein Stückchen bergan durch den Ort, aber schon bald betritt man die bewaldeten Hänge des Kampsteins. Es geht nun in erster Linie auf manchmal mehr, manchmal weniger breiten, aber stets komfortablen und wenig steilen Waldwegen bergauf. Die Sache war heute recht „aussichtslos“, ich kann mir aber vorstellen, dass bei besserem Wetter oder im Sommer an den einen oder anderen Stellen durchaus ein Fernblick auf die umliegende Bergwelt zu erhaschen ist. Diese Aussichtslosigkeit stört aber nicht, denn der Wald ist von der recht romantischen und kurzweiligen Sorte. Vor allem im Winter entfalten Wälder ja ihren ganz speziellen Reiz!

Tipp: Wer die Runde in sehr ähnlicher Form mit Kindern machen will, sollte sie beim Gasthof Orthof beginnen. Dort startet (und endet) nämlich der Familien-Erlebniswanderweg mit teilweise gleicher Wegführung.

Nach rund 2 Stunden erreicht man die Kampsteiner Schwaig und damit eine erste Einkehrmöglichkeit. Von hier aus geht es noch kurz – aber wildromantisch – bergan zum (im Wald liegenden) Gipfel des Kampsteins. Nach der Gipfelrast geht die Wanderung weiter zur idyllischen Herrgottschnitzerhütte, die die nächste Einkehrmöglichkeit bietet. Bergab über uralte Wege erreicht man schließlich die dritte Einkehrmöglichkeit (Orthof) und letztlich wieder die Kirche von St. Corona.

Durch die insgesamt drei Einkehrmöglichkeiten kann man diese Tour entweder recht schnell in rund vier Stunden erledigen (ohne Einkehr), oder (z.B. mit Kindern) zu einer Tagestour machen (mit Einkehr bei jeder Gelegenheit).

komoot mit dem iPhone 4S

Ich weiß nicht, ob es sich dabei um ein Problem handelt, das unter allen Usern nur ich habe. Tatsache ist aber, dass mein iPhone 4S seit Neuestem bei Benutzung von komoot stets den Geist aufgibt. Dabei stürzt nicht komoot selbst ab, sondern gleich das ganze Handy – und zwar ziemlich nachhaltig und teilweise skurril. Meist glaubt es bei vollem Akku, dass es keinen Strom mehr hat. Heute meinte es (bei -10°), dass es erst abkühlen müsste, bevor ich es wieder verwenden kann. Daher auch heute wieder ein Track, der nachträglich erfasst wurde.

Ich habe aber ohnehin vor, auf ein iPhone 6 zu wechseln und hoffe, dass sich dieses Problem damit löst. In Zukunft darf man also wieder auf ordentliche GPS-Tracks hoffen.

Fazit: Eine romantische, wenig anstrengende Wanderung durch einen hübschen (Winter-) Zauberwald. Wenig aussichtsreich, aber dennoch kurzweilig. Und wem fad wird, der kehrt ein.


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