Riessteig (I), Flatzer Wand

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Steigname: Riessteig
Schwierigkeitsgrad Erwachsene: I
Schwierigkeitsgrad Kinder: I
Zustieg: ca. 15 Minuten
Steiglänge: ca. 115 Höhenmeter
Kletterzeit: ca. 20 Minuten

Dank des neu erworbenen Kletterführers von Thomas Behm für die Flatzer Wand habe ich mich wieder diesem Juwel angenommen und diesmal den Riessteig als Aufstiegsroute gewählt.

Zur Erinnerung: die Flatzer Wand ist quasi die Miniaturausgabe der Hohen Wand. Sie ist weniger hoch und lieblicher als ihr großes Pendant, zeigt aber dieselben Charakteristiken. Plus: sie ist weniger bekannt und damit weniger begangen als die Hohe Wand. Man hat dort also eher seine Ruh.

Für einen Aufstieg über den Riessteig parkt man am besten beim Parkplatz des Waldbauern. Dieser ist offiziell nicht beschriftet, man findet ihn aber leicht (siehe Plan unten), denn der Ort Flatz ist nicht sehr groß. Vorbei am Grillplatz geht es zum die Wand querenden Waldweg, dem man nach rechts bis zur Einstiegstafel folgt (nach ca. 15 Minuten). Der Riessteig ist als „Leichter Felsensteig“ beschrieben. Und genau das ist er auch.

Sehr schnell nach dem Einstieg eröffnet sich der Charakter des Steiges im Schwierigkeitsgrad I, der bis zu dessen Ende durchgehend erhalten bleibt: es handelt sich um leichte, aber doch sehr anregende Schroffenkletterei.

20 Minuten klettert man dahin – vorbei am markanten Jausenstein. Dann hat man die Hochfläche auch schon erreicht. Gegen Ende hin wird der Steig immer steiler und alpiner, bis er ganz zum Schluss in einer Rinne auf Plateau führt, wo man ca. 50 Meter rechts vom Ausstieg bei wunderbarer Aussicht herrlich rasten kann.

Hinunter geht es zuerst über den Wandsteig, einem schmalen, steilen Wanderpfad. Bald schon erreicht man einen Wegweiser, der nach links zu den Höhlen (Tropfsteinhöhle) weist. Diesem folgend gelangt man zuerst zum langen Loch (unbedingt Stirnlampe mitnehmen!), das sich zu erforschen lohnt. Kurz nach dem Langen Loch befindet sich die Neue Höhle, nach der es rechts weiter bergab zum breiten Waldweg geht, dem man zurück zum Ausgangspunkt folgt.

Fazit: Perfekter und abenteuerlicher kann man 2 Stunden in der Natur kaum verbringen. Zumindest nicht, wenn es um einfache Kletterei und Höhlen geht. Wem das noch zuwenig ist, dem sei im Anschluss zum Beispiel der Jubiläumssteig empfohlen.

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