Hohe-Wand-Runde: Straßenbahnerweg (A-) – Alte Wandstraße

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Steigname: Straßenbahnerweg
Schwierigkeitsgrad Erwachsene: A-
Schwierigkeitsgrad Kinder: A-
Zustieg: ca. 30 Minuten
Steiglänge: ca. 350 Höhenmeter
Kletterzeit: ca. 45 Minuten
Mehr dazu: –
Beim Straßenbahnerweg handelt es sich um einen unschwierigen Standardaufstieg auf die Hohe Wand, der an zwei Stellen – eher zur Komforterhöhung als zur Sicherung – versichert ist. Wie bei fast allen Wegen auf die Hohe Wand handelt es sich um keinen Wanderweg in dem Sinn, sondern um ein recht steiles Steiglein. Von einem Klettersteig ist er aber weit entfernt und spielt eher in der Liga „Pfarrersteig„. Somit bekommt er hier den Fantasieschwierigkeitsgrad A- zugeordnet.

Trotzdem ist der Straßenbahnerweg ein landschaftlich sehr reizvoller Steig, der sich optimal für eine Spätherbst- bzw. Winterwanderung eignet und – vor allem, wenn die Bäume keine Blätter haben – sehr schöne Panoramen bietet. Ich habe mich am Stephanitag für folgende Rundtour entschieden, die rund drei Stunden dauert und eine ausgesprochen schöne Wanderung für die ganze Familie ergibt:

Aufstieg über den Straßenbahnerweg (A-)
Das Auto wird am Sonnenuhrparkplatz abgestellt und von dort entlang der oberen Forststraße losgewandert. Dieser folgt man ca. 30 Minuten lang, bis der Straßenbahnerweg abzweigt. Dabei kommt man auch bei einem Römergrab vorbei. Gleich zu Beginn verläuft der Straßenbahnerweg gemeinsam mit dem Wandfußsteig, zweigt aber bald nach rechts ab. Ab dann geht es steil einen schmalen, aber unschwierigen Steig entlang, der die Wand in vielen Serpentinen erschließt. Landschaftlich sehr reizvoll überquert man ein Brücklein, um gleich darauf auf die erste versicherte Stelle zu treffen. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass das Drahtseil so bodennah verläuft, dass es eher stört als nützlich ist. Weiter geht es in schöner Landschaft und weiterhin steilen Serpentinen zur zweiten versicherten Stelle, wo das Drahtseil als Handlauf durchaus Bequemlichkeit bietet. Bald darauf hat man auch schon das Plateau der Hohen Wand erreicht.

Querung zum GH Almfrieden
Mehr oder minder entlang des Wandabbruchs geht es nun durch schönen Wald fast stets bergab zum GH Almfrieden (rund 1h). Dabei zahlt sich ein Abstecher zum wunderschönen Ausstieg der Krummen Ries ebenso aus wie eine Rast beim SkyWalk.

Abstieg über die Alte Wandstraße
Nahe des GH Almfrieden zweigt die Alte Wandstraße ab, die uns wieder zurück zum Sonnenuhrparkplatz bringt. Die Alte Wandstraße ist meiner Meinung nach der absolut einfachste Anstieg auf die Hohe Wand – landschaftlich und ambientemäßig aber der unlohnenste. Als rascher, einfacher Abstieg ist dieser Weg aber sehr ok, wenn man die Tatsache ignoriert, dass sich einerseit keine Ausblicke bieten und andererseits der Weg stets oberhalb der (an Wochenenden und Feiertagen) viel befahrenen Mautstraße verläuft und daher ziemlich viel Verkehrslärm herrscht. Die Alte Wandstraße endet bei den Serpentinen der Mautstraße. Rund 1 km folgt man dieser bis zum Sonnenuhrparkplatz.

Ich möchte diese Wanderung jedem ans Herz legen, der – so wie wir – nicht unbedingt Klettersteige bei winterlichen Bedingungen absolvieren möchte, sich aber trotzdem gebirgsmäßig fit halten will. Oder einfach all jenen, die einen schönen Familienausflug auf die Hohe Wand machen und dabei sämtliche berühmte Panoramen dieses Wandabschnitts in einem Aufwasch erleben wollen.

Fazit: Keine Kletterei, aber eine wunderschöne Rundwanderung, die familientauglich die wesentlichen Aussichtspunkte der Hohen Wand ansteuert.

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