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Smartes Laden zu Hause: Welche Wallbox für das Elektroauto sinnvoll ist

Nachdem es auf meinem Kanal eine Zeit lang etwas ruhiger war, möchte ich über den Sommer eine kleine Serie starten. Dabei geht es um mein Smart Home, um einfache und leistbare Lösungen und darum, wie man Haus, Wohnung und auch das Laden eines Elektroautos zu Hause sinnvoll steuern kann. Beginnen möchte ich mit einem Thema, das aus meiner Sicht besonders gut erklärbar ist: der Wallbox für das Elektroauto und welche Wallbox für das Elektroauto sinnvoll ist.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Lösung für eine Gemeinschaftsgarage oder einen Wohnblock, sondern um das Laden zu Hause in der eigenen Garage. In Mehrparteienhäusern ist das Thema meist deutlich komplexer. Im eigenen Haus ist die Sache hingegen vergleichsweise einfach.

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Was muss eine Wallbox zu Hause können?

Das Angebot an Wallboxen ist groß. Es reicht von einfachen mobilen Lösungen über fix montierte Wallboxen bis hin zu teuren High-End-Systemen, die etwa geeicht sind und für Unternehmen oder Abrechnungszwecke interessant sein können.

Für den privaten Gebrauch braucht man das in der Regel nicht.

Zu Hause sind aus meiner Sicht vor allem zwei Funktionen entscheidend:

Erstens sollte die Wallbox Überschussladen können, wenn man eine PV-Anlage hat. Das bedeutet: Das Auto wird dann geladen, wenn gerade mehr Strom produziert wird, als im Haushalt verbraucht wird.

Zweitens sollte die Wallbox mit dynamischen Stromtarifen umgehen können. Wenn der Strompreis je nach Stunde oder Viertelstunde schwankt, sollte das Auto möglichst dann laden, wenn der Strom besonders günstig ist.

Genau diese beiden Punkte sind für mich zentral: PV-Überschuss nutzen und günstige Stromstunden automatisch mitnehmen.

Meine Lösung: go-e Charger Gemini Flex

Ich selbst habe mich für eine österreichische Lösung entschieden: den go-e Charger Gemini Flex.

Die Gemini-Serie gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: als fixe Wallbox, die fest verdrahtet wird, und als flexible Variante, die an eine passende Starkstromsteckdose angeschlossen wird. Ich habe die Flex-Version gewählt.

Der Vorteil dieser Variante ist, dass man sie grundsätzlich mitnehmen kann – etwa bei einem Umzug oder theoretisch auch unterwegs. Es gibt auch Adapter für normale Steckdosen. In der Praxis muss ich aber sagen: Ich habe diese mobile Funktion in zwei Jahren Elektroauto noch nie gebraucht.

Trotzdem ist es nicht schlecht, diese Möglichkeit zu haben.

Für den Betrieb zu Hause braucht man eine passende Starkstromsteckdose in der Garage. Diese muss natürlich fachgerecht von einem Elektriker installiert werden. Danach wird die Wallbox dort angesteckt. Bei der fixen Variante verkabelt der Elektriker die Wallbox direkt. Beides ist grundsätzlich keine große Sache.

Preislich liegt die go-e Gemini Flex ungefähr bei 750 Euro. Mit Installation durch den Elektriker landet man je nach Ausgangslage vielleicht bei rund 900 Euro. Damit hat man aus meiner Sicht bereits alles, was man im Alltag braucht.

Was die go-e Wallbox kann

Die go-e Wallbox kann unter anderem per NFC erkennen, wer gerade laden möchte. Man kann also Chips, das Handy oder theoretisch auch eine Karte hinterlegen und dadurch unterschiedliche Nutzer:innen oder Ladeprofile abbilden.

Das ist eine nette Funktion, die man in der Praxis aber vermutlich eher selten wirklich braucht.

Deutlich wichtiger ist das intelligente Laden nach Strompreis. In der App kann man hinterlegen, welchen Stromanbieter und welchen Tarif man nutzt. Danach kann die Wallbox automatisch dann laden, wenn der Strom besonders günstig ist.

Auch Überschussladen mit PV ist möglich. Im Idealfall wird also zuerst der PV-Überschuss genutzt, und wenn das nicht reicht, wird zusätzlich in günstigen Stunden aus dem Netz geladen.

Das ist für viele Haushalte bereits ausreichend smart.

Steuerung über Clever-PV

Ich selbst steuere die Wallbox nicht ausschließlich über die eigene go-e App, sondern über Clever-PV.

Clever-PV ist für mich eine Art schlanke Smart-Home-Lösung für alle, die eine PV-Anlage haben und intelligente Verbraucher steuern möchten. Der Vorteil ist, dass man unterschiedliche Geräte miteinander verknüpfen kann, auch wenn Wechselrichter, Zähler oder Verbraucher nicht aus einem einzigen System stammen.

Clever-PV kann dann entscheiden, wann welches Gerät Strom bekommen soll. Das ist vor allem dann interessant, wenn nicht automatisch der gesamte PV-Überschuss ins Auto fließen soll, sondern auch andere Verbraucher berücksichtigt werden sollen.

Die go-e Wallbox lässt sich außerdem auch in Home Assistant integrieren. Auch das habe ich umgesetzt. Damit eröffnen sich noch einmal deutlich mehr Möglichkeiten, verschiedene Verbraucher nach eigenen Regeln zu steuern. Darauf werde ich aber in einem eigenen Beitrag eingehen.

Für den Anfang gilt: Wer nur das Auto smart laden möchte, kommt mit der go-e Wallbox allein schon sehr weit. Wer zusätzlich andere Verbraucher intelligent einbinden möchte, sollte sich Clever-PV näher ansehen.

Braucht man ein mobiles Ladegerät?

Aus meiner Sicht: in den meisten Fällen nein.

Es gibt relativ teure mobile Ladeboxen, etwa den Juice Booster, die vor einigen Jahren stark beworben wurden. Solche Systeme können in bestimmten Spezialfällen sinnvoll sein, etwa wenn man regelmäßig an unterschiedlichen Steckdosen laden muss.

Für die meisten E-Auto-Fahrer:innen ist das aber nicht notwendig.

Ich würde gerade Einsteiger:innen davon abraten, am Anfang sofort viele Zusatzgeräte zu kaufen, nur weil man glaubt, sie später vielleicht zu brauchen. In der Praxis lädt man entweder zu Hause an der Wallbox oder unterwegs an öffentlichen Ladesäulen. Auf Langstrecken nutzt man üblicherweise DC-Schnelllader, bei denen das Kabel ohnehin fix an der Säule hängt.

Ein mobiles Ladegerät im Auto mitzuführen, braucht man aus meiner Erfahrung praktisch nie.

Was man je nach Nutzung eventuell braucht, ist ein normales Typ-2-Ladekabel für AC-Ladesäulen. Ich persönlich habe meines allerdings noch nie wirklich gebraucht, weil ich im Alltag zu Hause lade und auf längeren Strecken DC-Schnelllader nutze.

Mein Fazit

Für das Laden zu Hause braucht man keine überteuerte High-End-Lösung. Wichtig ist, dass die Wallbox PV-Überschussladen und dynamische Stromtarife sinnvoll nutzen kann.

Die go-e Gemini Flex erfüllt diese Anforderungen aus meiner Sicht sehr gut. Sie ist vergleichsweise günstig, flexibel einsetzbar, gut steuerbar und lässt sich auch in Systeme wie Clever-PV oder Home Assistant integrieren.

Das soll keine Werbung sein – ich bekomme von go-e nichts. Es ist einfach eine gute und preislich vernünftige Wallbox, die für meinen Anwendungsfall sehr gut passt.

Ich würde sie jederzeit wieder nehmen.

Wer also zu Hause ein Elektroauto laden möchte und eine einfache, smarte und leistbare Lösung sucht, ist mit einer solchen Wallbox gut aufgestellt. Für die meisten privaten Anwendungen reicht das völlig aus.

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