Zahmes Pechersteiglein (I+): Variante Appelgrat (II-), Hohe Wand

Steigname: Zahmes Pechersteiglein, Variante Appelgrat
Schwierigkeitsgrad Erwachsene: I+ und II-
Schwierigkeitsgrad Kinder: I+ und II-
Zustieg: ca. 30 Minuten
Steiglänge: ca. 300 Höhenmeter
Kletterzeit: ca. 75 Minuten
Gestern habe ich bei bestem Frühlingswetter das Zahme Pechersteiglein in der Variante Appelgrat auf der Hohen Wand in Angriff genommen und werde diese Tour alsbald mit den Kindern wiederholen. Gibt es doch kaum etwas Anregenderes, als leichte Gratkletterei mit bester Aussicht.

Über das Zahme Pechersteiglein habe ich bereits hier geschrieben. Wer sich den waldigen zweiten Teil dieses alten Anstieges (der im unteren ersten Teil sehr facettenreich ist) ersparen möchte, kann in der Mitte des Zahmen Pechersteigleins zum Appelgrat queren und stößt bei einer Salzlecke auf selbigen. Der Appelgrat bildet den zweiten Teil des im Vergleich zum Zahmen Pechersteiglein schwierigeren (II+) Appelsteigs, der wiederum im unteren Teil angeblich landschaftlich nicht so toll sein soll.

Der Appelgrat ist technisch etwas anspruchsvoller als das Zahme Pechersteiglein, allerdings – durch guten Fels – weniger anstrengend (weil weniger erdig) und auch psychologisch einfacher, weil sämtliche Kletterstellen umgangen werden können. Ich empfehle aber ausdrücklich, auf Umgehungen zu verzichten und die wunderbare Gratkletterei im unteren II. Grad in vollen Zügen zu genießen. Zum schönen Grat gesellen sich wunderbare Ausblicke und so ist der Appelgrat ein Erlebnis, das sich niemand, der gerne etwas mehr tut als nur zu wandern, entgehen lassen sollte! Lediglich am Ende des Grates teilt sich der Appelgrat in einen linken (einfachen, SG 0) und rechten (schwierigeren, SG II) Teil. Um die wenigen Kletterstellen im rechten Teil erleben zu können, müsste man allerdings wieder rund 20 Höhenmeter absteigen – was sich vermutlich nicht lohnt, da man sich hier nur rund 10 Höhenmeter vor dem Ausstieg befindet.

Fazit: Wer über das Zahme Pechersteiglein auf das Plateau der Hohen Wand aufsteigen möchte, tut gut daran, in der Mitte auf den Appelgrat zu queren. Dort erlebt man herrliche Gratkletterei bei besten Ausblicken in umwerfender Natur.

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