2-Warten-Wanderung im Leithagebirge

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Das Leithagebirge ist weder besonders groß, noch besonders hoch, vollständig bewaldet und trotzdem zu jeder Jahreszeit sehr abwechslungsreich. Durchzogen von einer großen Vielzahl an Wanderwegen – von den Pilgerwegen nach Loretto über einen Teil des Weitwanderweges 02 (Zentralalpenweg) – bietet es viele Möglichkeiten für längere und kürzere Wanderungen.

Eine der kürzeren, jedoch aussichtsreichsten Wanderungen ist die Rundwanderung von der Gloriette in Eisenstadt zum Sonnenberg in Hornstein. Ich möchte diese Wanderung „2-Warten-Wanderung“ nennen.

Gestartet wird direkt bei der Gloriette, die quasi den letzten Außenposten des Schloßparkes darstellt. Von hier geht es in wenigen Minuten gleich zur Aussichtswarte Nummer eins: der Raiffeisen-Jubiläumswarte (vormals Gloriette-Warte des ÖTK). Von dieser bietet sich ein guter Ausblick auf Eisenstadt und die weite Umgebung. Vor allem liegt der gesamte Neusiedlersee überblicksmäßig zu Füßen.

Die Umgebung der Warte – ein sehr gut gestalteter Park samt Lehrpfad, Disc-Golf-Parcours und vielen Sitz- und Liegemöglichkeiten – lädt zum Verweilen ein. Noch ist die Zeit aber nicht reif dafür und so geht es weiter gen Sonnenberg. Eine Reihe von Marterl wird dabei passiert. So zum Beispiel die „Weiße Dreifaltigkeit“ und das „Lanwatherkreuz“. Von diesem weg folgt man kurz dem Zentralalpenweg 02 bis zu einer größeren Wegekreuzung. An dieser ist der Sonnenberg schon angeschrieben und man kann sich bis zum nahen Gipfel daher am Wegweiser weiter orientieren.

 An kalten Wintertagen mit Tiefnebellage spielt der Sonnenberg, der seinem Namen fast immer gerecht wird, seinen Trumpf am besten aus und während der Gipfel bestiegen wird, scheint dem Wanderer auch schon die Sonne ins Gesicht.

Der Berg stellt mit seinen 484 Metern Seehöhe in Hornstein die höchste Erhebung im Leithagebirge dar. Er ist licht bewaldet und auch Standort für eine Fernsehantenne. Vor allem aber beherbergt er die Sonnenbergwarte, einen ehemaligen Grenzwachturm, der nun als Aussichtsturm dient und einen schönen Blick über das Wiener Neustädter Becken hin zu Schneeberg und Wechsel bietet. Es darf einen halt nicht stören, dass der Turm recht fragil erscheint. Der Aufstieg erfordert etwas Überwindung und ist für Kinder unter 12 Jahren alleine verboten.

Zurück vom Sonnenberg geht es zuerst wieder zur großen Wegekreuzung im Bereich „Zum Juden“ und von dort auf einem wirklich schönen Weg – vorbei an der Marieneiche – zurück zur Jubiläumswarte. Jetzt ist – zumindest in der warmen Jahreszeit – der richtige Zeitpunkt gekommen, um eine der vielen Rastmöglichkeiten rund um die Warte in Anspruch zu nehmen, bevor in Kürze wieder der Ausgangspunkt erreicht wird.

Fazit: Eine anregende, abwechslungsreiche Wanderung auf den höchsten Berg des Leithagebirges, die sehr familientauglich zu guten Aussichtspunkten führt.

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