Hubertussteig & Hubertusgrat (Variante)

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Steigname: Hubertussteig & Hubertusgrat (Variante)
Schwierigkeitsgrad Erwachsene: II+ (Hubertussteig) & IV- (Hubertusgrat)
Schwierigkeitsgrad Kinder: II+ & IV-
Zustieg: ca. 45 Minuten
Steiglänge: ca. 200 Höhenmeter
Kletterzeit: ca. 270 Min.

Der Hubertussteig zum Hubertushaus auf der Hohen Wand ist ein alpin zu kletternder, recht historischer Anstieg. Er lässt sich in einen unteren und in einen oberen Teil unterteilen, wobei er den II. Schwierigkeitsgrad nie übersteigt, wenn man dem eigentlichen Steig folgt. Sowohl im oberen als auch im unteren Teil wird man das aber nicht zwingend tun, da sich (vor allem in der letzten Seillänge) der Hubertusgrat als Routenalternative regelrecht aufdrängt.

Gestartet wird in Zweiersdorf, wo man sich zuerst Richtung Springlessteig auf den Weg macht. Diesem folgt man auch eine Zeit lang, bis er sich mit dem Wandfußsteig kreuzt. An einem Stein ist hier schon groß „Hubertus“ samt einem Pfeil angeschrieben und eigentlich sollte man der roten Punktmarkierung folgen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn sie lässt etwas zu wünschen übrig. Bis zum oberen Hubertussteig ergeben sich viele Möglichkeiten, die Markierung aus den Augen zu verlieren. Ist der Einstieg gefunden, so führt der Steig an einer kleinen Kriechhöhle vorbei. Durch steilen Wald mit extrem mühsamer Fichtennadelauflage (ein Wesensmerkmal dieses Steiges) wird eine Gratflanke erreicht. Der Hubertussteig führt rechts von ihr nadel- und erdreich vorbei.

Wir haben den Aufschwung auf den Grat gewagt (II+). Eine schöne, wenn auch extrem brüchige Variation. Der Grat ist sehr scharf ausgeprägt, im Grund aber so brüchig, dass man Angst hat, er zerbröselt einem unter den Füßen. Nach eineinhalb Seillängen hört der Grat unvermittelt auf. Abseilen auf den Originalweg ist angesagt. Aufgrund der Aussicht und weil es am Originalweg einfach mühsam ist, würde ich diesem Grat dennoch stets den Vorzug geben,  auch wenn man dadurch Zeit verliert.

Es folgt nun ein Schroffenrücken, auf dem wir die Markierung wieder kurz aus den Augen verloren haben. Die Stelle, wo der Hubertussteig fast auf den ZWT-Steig trifft, haben wir jedenfalls rechts liegen gelassen.

Langsam wird der Fels immer besser und der untere Hubertussteig ist damit auch überwunden. Hätten wir den brüchigen Grat nicht mitgenommen, wäre die Schwierigkeit bis hierher bei I+ gelegen.  

Der Fichtennadel-Ruachler vom unteren Hubertussteig ist bei Erreichen des oberen Steiges vergessen. Wunderbarer, beeindruckender Fels liegt vor einem und dieser möchte in vielerlei Möglichkeiten erklettert werden. In diesem Gebiet liegt auch der „Klettergarten Hubertushaus“, ein alpines Übungsgelände der Alpinschule Peilstein. Alle Routen und Varianten, die hier vor einem liegen, sind daher gut eingebohrt. Wir wählten hier eine Mixtur aus der Einstiegsvariante zum Hubertusgrat, dem eigentlichen Hubertussteig und den Milchrahmplatterln. Bald queren wir – in aussichtsreicher Kletterei in bestem Fels, die verlängerte Steirerspur. Nach einigen Platterln gelangt man zum Notausstieg der Steirerspur, die gleichzeitig dem eigentlichen Hubertussteig entspricht. Wir aber klettern die feine Schlusswand des Hubertusgrates, die in der Literatur mit III+ angegeben ist. Mir kam sie wie ein IV- vor und ich glaub, das ist auch richtiger.

Der Ausstieg erfolgt im Angesicht des Hubertushauses, wo sich eine Einkehr immer lohnt. Nach getaner Rast nutzt man zum Abstieg entweder den Springelssteig oder den Leitergrabenweg.

Fazit: Hubertussteig und Hubertusgrat sind eine wunderbare Möglichkeit, kletternd das Hubertushaus zu erreichen. Vor allem im oberen Teil wirklich sehr lohnend. Diesen würde man auch über die verlängerte Steirerspur erreichen.

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