Kulturlandschaft Neudörfl – Pöttsching – Bad Sauerbrunn

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Immer dann, wenn das Wetter in den Wiener Hausbergen – die ja auch meine sind – nicht mitspielt, bietet sich eine kleine Wanderung vor der Haustür an. Nicht umsonst nennt sich das Burgenland ja „das Land der Sonne“. Immerhin haben wir hier angeblich die meisten Sonnenstunden Österreichs. Und da mein Heimatort auch noch direkt an jenen Teil des Wr. Neustädter Beckens grenzt, der „Steinfeld“ heißt und aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit für besonders wenig Regen sorgt, habe ich letztens endlich einmal meine Haus- und Hofwanderung aufgezeichnet.

Auf 10 Kilometern lernt man dabei eine der schönsten mir bekannten Kulturlandschaften des Burgenlandes kennen und lieben. Egal zu welcher Jahreszeit: die Runde, die ich nun vorstelle, ist für jedermann stets leicht zu schaffen und entführt in eine absolut ruhige, wunderbare und lehrreiche Landschaft gleich vor der Haustür. Empfehlen möchte ich den etwas längeren Spaziergang von rund drei Stunden (oder zwei, wenn man es ein bisschen sportlicher anlegt, so wie ich) vor allem den Kurgästen aus Bad Sauerbrunn! Inklusive Einkehr lässt er sich leicht zwischen Mittag- und Abendessen unterbringen.

Man startet beim sehr empfehlenswerten Waldcafé und folgt der Rot-Weißen Markierung leicht bergauf durch Wald bis zur Abzweigung zum Wetterkreuz. Folgt man dem Weg zum Wetter- bzw. Wurthkreuz, so eröffnet sich sogleich ein Blick über die unzähligen, kleinflächigen Weingärten, Streuobstwiesen und Äcker zwischen den Gemeinden Neudörfl, Pöttsching und Bad Sauerbrunn.

Dem ersten Feldweg, der nach links abbiegt folgt man nun bergab und dringt so immer weiter in die abwechslungsreiche, wunderschöne Kulturlandschaft ein. Vorbei an Weingärten und Feldern, sowie einem Wildgehege samt Fischteich geht es an einer Weggabelung nach links wieder hinauf in den Wald. Diesen durchwandert man auf bestem Wege, bis man auf einem kleinen „Berg“-Rücken wieder herauskommt. Hier ist die Mitte dieses Landschaftsjuwels. Links blickt man über Pöttsching hinweg bis in die Landeshauptstadt Eisenstadt. Rechts kann man Bad Sauerbrunn, das Rosaliengebirge bis hin zur Hohen Wand und Schneeberg sehen. Ein schöner Platz!

Weiter bergab geht es nun bis zu einer Pestsäule, wo man rechts abbiegt und dem Burgenland-Radweg folgt, bis man ein Gehöft passiert. Dort ist man dem Wetterkreuz schon wieder sehr nahe, das man bergauf erreicht, wenn man beim Gehöft rechts abbiegt. Vom Wetterkreuz aus hat man bei Schönwetter (also leider nicht zum Zeitpunkt der Aufzeichnung) wunderbare Fernsicht. Weiter geht es erst mal wieder bergab und dann zurück zum Ausgangspunkt. Hier, auf den letzten 1,5 Kilometern begleitet den Wanderer leider die Burgenland-Schnellstraße. Trotzdem zahlt es sich aus, meiner Route zu folgen, denn man passiert dabei die Trockenwiese „Tschirkwiese“, die vom Naturschutzbund Burgenland gerettet und revitalisiert wurde. Hier wachsen seltene Gewächse und tummeln sich ebenso seltene Insekten und Tiere.

In Kürze erreicht man von hier aus wieder das Waldcafé und hat sich eine Einkehr verdient. Jedenfalls die Torten kosten!

Fazit: Eine der schönsten, leichten Wanderungen nahe des Rosaliengebirges. Optimal, wenn man in der Gegend ist – aber auch als Halbtagesausflug empfehlenswert, wenn man gerne in Kulturlandschaften unterwegs ist.

PS: Wir haben 5 weitere Routen (auch fürs Rad) als smartRoutes angelegt. Einfach in der komoot-App den Gutscheincode „Martinihof“ eingeben und los geht´s!

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